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Hier gehts um das: Wie fange ich an?
Einen möglichen Start in die Schnitzerei möchte ich Ihnen an eines kleinen Reliefs zeigen.
Nachdem ich ein Motiv auf das Holz gezeichnet habe, werden die Ränder freigelegt. Bei einem Relief steht im normal Fall das Motiv über dem Hintergrund.
Wenn ich Model schnitze muss das Motiv, spiegelbildlich im Hintergrund versenkt werden. Hier geht es aber um ein normales Relief. Man muss den gesamten Hintergrund
tiefer schnitzen als das eigentliche Motiv. Dazu wird erstmal das aufgezeichnete Motiv mit einem Messer oder einem Gaissfuss umrissen.
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| Das Bild veranschaulicht das Umreissen des Motivs mit einem Messer. Die Einschnitte werden so tief wie das Relief hoch werden soll. Wenn man ein Hochrelief schnitzt kann man nicht in einem einzigen Schritt auf Tiefe schneiden. Das macht man in einzelnen Schritten, je nach Holzhärte von ca. 2 mm bis 6mm. |
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| Man kann auch den Begrenzungsschnitt mit einem Gaissfuss vornehmen. Damit entsteht eine Rille neben den Motiv Grenzen.
Bei grösseren Arbeiten kann auch ein Balleisen Stich 1 benutzt werden. Das wird dann mit einem Klüpfel ins Holz getrieben. Aber auch hier gilt: nicht zu tief! Wichtig: gehen Sie nicht zu nahe an Ihr Motiv! Es ist schnell mal passiert, das ein Stück Holz abplatzt. |
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| Als nächstes schneiden Sie mit einem Flach oder Hohleisen seitlich auf Ihren ersten Schnitt zu. Dieser Einschnitt (auch Stoppschnitt) verhindert jetzt, das Sie Ihrem Motiv zu nahe kommen. |
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| Wenn Sie die gewünschte Höhe bzw. Tiefe erreicht haben, können Sie damit beginnen Ihre Schnitte immer näher an das Motiv zu führen. Hier sehen Sie auch sehr schön welche Macken durch das Arbeiten an der senkrechten Fläche entstanden sind. Wenn Sie jetzt beizen oder farbig Wachsen, setzen sich diese Macken mit Farbpigmenten voll und leuchten dann in ihrer ganzen Pracht und Herrlichkeit. |
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| Wir wollen nun eine saubere Seite und jetzt arbeiten wir uns langsam und sorgfältig auf das endgültige Maß heran. Dazu stechen wir von oben nach unten kleine Späne weg, bis zur Begrenzungslinie. Achten Sie darauf nicht zu tief einzustechen und besonders bei den seitlichen Stichen nicht in die senkrechte Fläche zu schneiden. Wichtig ist es außerdem, die senkrechten Schnitte nicht unter das Motiv zu führen. Das ergibt sonst eine s.g. Hinterschneidung. Im nächsten Schritt würde der Hintergrund bis zum Rand auf eine Höhe gebracht. Das habe ich aber hier nicht gemacht, da diese Schnitzerei nur für Fotozwecke entstanden ist. |
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| Damit es ein wenig klarer wird habe ich hier einmal beide Eisen an die Schnittflächen gehalten. |
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| Achten Sie darauf das sich beide Schnitte wirklich im tiefsten Punkt treffen. Sollten sich kleine Splitter in der Schnittkante befinden, sind diese nur durch schneiden zu entfernen. Hebeln oder kratzen sie auf keinen Fall mit den Schnitzeisen diese Stücke heraus. Die Kratzer sind nach den Beizen stärker zu sehen als vorher und Ihre Schnitzeisen werden viel schneller Stumpf als es nötig wäre. Im schlimmsten Fall kann sogar die Schneide oder Holzteile ausbrechen. |
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| Wenn das Freilegen erfolgt ist beginnt man mit dem Ausformen des Motivs. |
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| Auch hier müssen Sie wieder auf die Schnitzrichtung achten. Beide Seiten des Blatts sind von unten nach oben geschnitzt.
Rechts ist das Ergebnis wie gewünscht. Links habe ich gegen die Faser geschnitzt und das Holz ist ausgefasert. Also Schnitzerei drehen und nocheinmal schneiden.
Widerstehen Sie der Versuchung das Schnitzmesser auf sich zu zu bewegen! Drehen Sie lieber die Platte und schnitzen Sie immer vom Körper weg. Dann bleiben Sie auch länger mein Gast und können die Früchte Ihres Schaffens auch ohne Messer im Körper geniessen ;-). |