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Hobby-Schnitzen.de, das Online Schnitzhandbuch!

Diese Webseite ist unabhängig - werbefrei - kostenlos!

Schnitzen gehört zu den ältesten handwerklichen Bearbeitungsmethoden für Holz, Knochen oder Elfenbein.
Bei der Tätigkeit des Schnitzens wird vom Rohstoff mit Hilfe von Schnitzwerkzeugen überschüssiges Material entfernt um die gewünschte Form zu erhalten.

Schnitzen ist kinderleicht! Unsere Vorfahren stellten mit dieser Technik einfache Gebrauchsgegenstände wie Löffel oder Schalen her. Diese verzierten sie kunstvoll.

Zuerst wurden vermutlich spitze Steine, Feuersteinmesser oder scharfe Knochensplitter zur Bearbeitung genutzt. Mit dem Beginn der Metallverarbeitung konnte mit immer besseren Werkzeugen die Schnitzkunst im Laufe der Jahrhunderte perfektioniert werden. Schnitzwerkzeuge wurden früher in Dorfschmieden nach den Vorstellungen der Schnitzer hergestellt. Im zuge der Industrialisierung konnten Schnitzwerkzeuge als "Massenware" hergestellt werden. Es kristallisierten sich Werkzeugformen heraus die bis heute erhältlich sind (ca. 900 Formen/Breiten).
Federführend waren die englischen Werkzeugschmieden. Noch heute basieren die erhältlichen Formen und Bezeichnungen auf der s.g. Sheffield-Liste. Die Stichnummern waren ursprünglich Katalogbezeichnungen bzw. Bestellnummern.

Es existieren heute noch Funde aus Ägypten oder der Zeit der Wikinger die eindrucksvoll die Kreativität im Umgang mit Schnitzwerkzeugen und Holz belegen. Von der Romanik über die Gothik bis zur heutigen Zeit findet man besonders in Kirchen wunderschöne Schnitzereien. Altäre, Chorgestühle, Möbel wurden aufwändig verziert. Neben der Schnitzkunst beherrschten viele auch das Handwerk des Holzdrehens bzw. Drechselns. Es ist heute sehr erstaunlich, mit welcher Kunstfertigkeit die damaligen Handwerker Ihre Arbeiten ausführten. Sehr schöne Ausarbeitungen findet man in den englischen Kirchen des 14./15. Jahrhunderts. Viele Arbeiten aus diesen Zeiten sind noch perfekt erhalten.
Der bekannteste und hervorragendste Bildschnitzer in Großbritannien war gebürtige Niederländer Grinling Gibbons (1648-1721).
Auch in Deutschland gab es berühmte Bildschnitzer wie z.B. Veit Stoss (ca. 1447-1533) oder Tilman Riemenschneider (ca. 1460-1531). Deren Werke können heute noch in einigen Kirchen bewundert werden. Neben deren handwerklichen Fähigkeiten besaßen diese Menschen auch ein aussergewöhnliches Gefühl für die Formgebung ihrer Werke.
In einigen Städten und Landstrichen bildeten sich Hochburgen der Schnitzerei wie z.B. im Erzgebirge oder in Tirol.

Schnitzen ist überigens kein Zeitvertreib den nur Rentner betreiben wie von der Allgemeinheit gerne angenommen wird. Im Forum treffen sich auch viele junge Leute, die wieder Spass am Handwerk haben. Besonders die Live Action Rollenspieler (LARP) haben mit dem Aufleben Ihrer Mittelalterdarstellungen viel neues Interesse am alten Handwerk geweckt.

In der Jugend haben viele erste Erfahrungen mit der Holzschnitzerei gemacht. Es wurden mit einfachen Taschenmessern Stöcke bearbeitet und z.B. mit Mustern verziert. Manch einer hat auch schon versucht einfache Figuren zu schnitzen. Mit zunehmendem Alter haben viele den Spass den sie am Schnitzen hatten vergessen. Einige hat es aber nie wieder losgelassen.
Es gibt viele verschiedene Richtungen die man bei diesem Hobby einschlagen kann. Relief-, Kerb-, Ornament-, und Figurenschnitzen oder auch abstrakte Dinge lassen sich anfertigen.
In früheren Tagen wurde auch gerne Widmungen und Verzierungen an Balken von Fachwerkhäusern angebracht. Das Schnitzen von Gedenktafeln oder Namensschildern, z.B. für Schiffe kann ein sehr interessantes Betätigungsfeld sein.

Viele, meist jüngere Schnitzer versuchen sich heute im Schnitzen mit Hilfe der Kettensäge. Diese werden mit speziellen Carvingschwertern und Ketten ausgerüstet und man kann imposante Kunstwerke in kurzer Zeit herstellen.
Nachteil ist hierbei allerdings der Platzbedarf und die Lärmbelästigung.

Die moderne Zeit bringt es mit sich, dass sich auch die Motive der Schnitzer geändert haben. Heute werden weniger die klassischen Motive geschnitzt wie z.B. Madonnen oder Kruzifixe. Profane Motive, Schalen, Tiere, Stilleben und abstrakte Kunst gewinnen immer mehr Anhänger. Auch Krampusmasken und figurale Karikaturen stehen hoch im Kurs.

Auf dieser Webseite unterscheide ich nicht die klassischen Begriffe wie Holzbildhauerei und Holzschnitzerei.
Zur Erklärung: der Bildhauer erstellt Werke nach seinen eigenen künstlerischen Vorstellungen, Holzschnitzer arbeiten nach Vorlagen oder Modellen und bearbeiten z.B. vorgefräßte Schnitzrohlinge. Die handwerkliche Tätigkeit des Schnitzens unterscheidet sich nicht!
Zitat von Theodor Heuß
Ich möchte Ihnen auf diesen Webseiten das klassische Holzschnitzen mit Handwerkzeugen in seinen verschiedenen Facetten näher bringen.
Sie können hier alles lernen um Holz mit Hilfe von Schnitzwerkzeugen kreativ zu gestalten.
Zum Schnitzen benötigen Sie eigentlich nur Holz und ein Messer. Eigentlich............???

Etwas komplizierter ist die Sache leider schon.
Viele Anfänger haben mangels erster Erfolge schnell wieder das Interesse verloren. Vielfach liegt das an fehlender Kenntnis in der Handhabung der Werkzeuge. Oft aber auch daran, das man seine künstlerischen Fähigkeiten überschätzt. Es ist wie bei der Fahrerlaubnis für ein Auto. Man lernt die Regeln, nimmt Fahrstunden, absolviert eine Prüfung und erst dann lernt man durch die Praxis das eigentliche Autofahren. Selbiges gilt es auch beim Schnitzen. Erst lernt man die Werkzeuge kennen, dann das Material und schliesslich lernt man durch die Schnitzpraxis das "richtige" Schnitzen.
Wir haben alle mal klein angefangen und es wiederholen sich die typischen Anfängerfragen und -fehler.
Darum habe ich diese Seiten geschrieben. Sie sollen Ihnen helfen die ersten Hürden zu nehmen und erfolgreich Holz zu schnitzen.



Schnitzen ist ein Handwerk, dass mit etwas Fleiß und Ehrgeiz von jedem erlernt werden kann. Wie bei jedem Hobby braucht man auch hier neben handwerklichen Fertigkeiten auch theoretisches Wissen.

Sie finden unter anderem Informationen über:
  • Arbeitssicherheit
  • Schnitzhölzer
  • Schnitzwerkzeuge
  • Schärfen von Werkzeugen
  • Schnitztechniken

Allerdings muss ich Sie warnen: Schnitzen kann süchtig machen!

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